Dubai & die Wüste der V.A.E

22 Uhr. Mensch und Fahhrad sind heil und voller Tatendrang in Dubai gelandet. Unter Beobachtung zahlloser indischer Augen, im Emirat leben deutlich mehr Inder als Araber selbst, wird die Ankunftshalle des Flughafens erstmal kurzerhand zur Werkstatt. Zwei Stunden später ist es vollbracht, das Rad ist reisebereit, alle Packtaschen sind an ihrem Platz, die Trinkflaschen gefüllt. Wie gehofft sind die Strassen Dubai’s zu dieser späten Stunde für die dortigen Verhältnisse angenehm leer. Herrschten im fernen Deutschland vor wenigen Stunden noch Temperaturen um null Grad, sind es nun etwa 20 Grad. Die Luft ist angenehm trocken, der Duft der angrenzenden Wüste liegt in der Luft. Doch bevor es Richtung Wüste geht, steht ein Abstecher beim höchsten Gebäude der Welt, dem Burj-al-Khalifa, auf dem Programm. Das Turm des Kalifen ist vom Flughafen aus zwar schon deutlich zu erkennen, doch sind es etwa 30km durch Dubai’s Strassengewirr bis das Gebäude tatsächlich erreicht ist. Nach einer kleinen Pause und dem dazugehörigen Kaffee beginnt die Suche nach dem passenden Weg hinaus aus der Stadt. Das Ganze stellt sich als relativ kompliziertes Unterfangen heraus. Will man Dubai verlassen, so funktioniert das ausschliesslich über Autobahnen, ab vier Spuren in jede Richtung aufwärts. Es muss die richtige Autobahn gefunden werden, die richtige Auffahrt und irgendwie muss man dann auch noch auf die richtige Strassenseite kommen, was hier wirklich nicht so einfach ist wie es sich vielleicht anhört, schon gar nicht als Fahrradfahrer. Kurz vor Sonnenaufgang stimmt der Kurs. Die Strassen sind mittlerweile alles andere als leer. Jeep folgt auf LKW, LKW folgt auf Jeep. Die Luft ist verschleiert von Abgaßen als die Sonne schliesslich über dem Horizont erscheint. So geht es zunächst für viele Kilometer weiter. Erst als die Sonne schon hoch am Himmel steht, die Stadt schon weit zurückliegt, lässt auch der Verkehr nach. Links und rechts der Stassen breitet sich die Wüste der Vereingten Arabischen Emirate aus. Kamele streifen entspannt durch die Dünen.

Langsam aber sicher macht sich die Anreise und die schlaflose Nacht bemerkbar. Ein kleiner schattenspender Busch dient als wunderbares Plätzchen für ein kleines Mittagsschläfchen.

Nach ein wenig Schlaf radelt es sich auch gleich deutlich entspannter. Die Nachmittagssonne bringt die umliegende Wüste zum Leuchten. Der Lärm des Morgens ist der Ruhe der Wüste gewichen. Ein Pistenabzweig führt schliesslich mittenhinein in die Dünenlandschaft. Hier sollte sich ein Plätzchen für das Zelt finden lassen.

Kurz nach Sonnenaufgang am nächsten Morgen wieder zurück auf der Strasse Richtung Grenzübergang Oman. Es ist wunderschön zu dieser frühen Stunde in der Wüste unterwegs zu sein. Die Temperaturen sind angenehm, die Luft ist frisch und die Sonne spendet ein fantastisches Licht. Es geht gut voran und so ist schon bald Madam, der letzte Ort vor der omanischen Grenze, erreicht. Der Grenzübertritt gestaltet sich völlig problemlos. Aufgrund des Grenzverlaufs folgen nun 20 km durch den Oman, bevor der nächste Grenzübergang zurück in die V.A.E führt. Die Sanddünen sind nach und nach einer Steinwüste gewichen, am Horizont erscheinen die ersten Berge. Bis nach Hatta verläuft die Route nur leicht ansteigend, doch die Berge rücken immer näher. Hatta selbst ist ein etwas größerer Ort direkt an den nördlichen Ausläufern des Hadschar-Gebirges. Der Ort bietet einen Supermarkt, sowie die Möglichkeit Geld zu tauschen. Von hier aus führt die gewählte Route schliesslich abseits der Hauptstrassen weiter Richtung Süden. Das Warmfahren ist vorbei. Die Berge können kommen…

Incoming search terms for the article: