Grand Galibier

Als wir an diesem Morgen aus dem Zelt kommen erwartet uns, wie schon am Tag zuvor, ein strahlend blauer Himmel. Beim Frühstück geniessen wir das Bergpanorama und beobachten wie sich die Sonne langsam über die umliegenden Berge erhebt und die Osthänge nach und nach in ein warmes Licht taucht. Ein toller Start in den Tag. Wir packen zusammen und brechen auf. Die Fahrt führt uns zunächst auf kleinen Nebenstrassen durch die noch verschlafene Chartreuse. Wir erreichen die Hauptstrasse und machen bei der erstbesten Boulangerie halt für ein zweites Frühstück mit Kaffee und Schokocroissant. Einfach herrlich.

Nun soll es weiter gehen zum nächsten Tourpunkt. Wir wollen in die Savoyer Alpen, genauer gesagt in das Massif des Cerces, zur Besteigung des Grand Galibier (3229 m).

Vom Col du Granier geht es über die Route des Entremonts zunächst ins Tal. Von dort aus folgen der Landstrasse parallel zur A43, bis wir bei Saint-Martin-d’Arc  die Strasse verlassen und über Serpentinen auf der D902 in Richtung Col du Galibier fahren. Nach und nach breitet sich eine beeindruckende Alpenkulisse vor uns aus. Diesen Teil der Alpen kannten wir bis jetzt noch gar nicht, sind aber sehr angetan. Einige Kilometer vor dem Col du Galibier zweigt links eine üble Schotterpiste ab. Diese führt zum Hof Les Mottets, an dem wir das Auto stehen lassen und die Tour beginnen.

Von hier aus geht es über zwei unterschiedliche Wege zunächst zum Col de la Ponsonnière und von dort aus zum Gipfel. Ein Weg verläuft im Talgrund, der andere führt zunächst über einen kleinen Umweg zum Lac des Cerces und von dort weiter zum Col de la Ponsonnière. Der Weg im Talgrund ist landschaftlich nicht sehr reizvoll und so entscheiden wir uns für den etwas längeren Weg. Am Lac des Cerces angekommen bauen wir unserer Lager für die Nacht auf. Eigentlich hatten wir geplant den Gipfel erst am nächsten Morgen in Angriff zu nehmen, aber da es noch sehr früh am Nachmittag ist und das Wetter einfach grandios ist, beschliessen wir uns gleich auf den Weg zu machen. Wir lassen alles was wir nicht unbedingt brauchen am Lager zurück und machen uns schon bald darauf auf den Weg, um rechtzeitig zum Sonnenuntergang wieder zurück am Lager zu sein.

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Sangle de Fouda Blanc

Nach einer sternklaren und dementsprechend frostigen Nacht kriechen wir am Morgen recht früh aus den warmen Schlafsäcken. Die Wiese ist mit Raureif bedeckt und der Himmel erstrahlt in einem frischen Blau. Ein wunderbarer Morgen, auch wenn die Temperaturen immer noch recht frisch sind. Handschuhe wärmen die Hände und das warme Müsli zum Frühstück wärmt von innen.

Wir beginnen unser Zelt abzubauen und die Rucksäcke zu packen und als Sonne bald schon darauf bis über die Baumwipfel aufsteigt und die wärmenden Strahlen zu uns durchdringen, sind wir startklar. Wir nehmen den gestrigen Weg wieder auf, der nun sehr schnell an Höhe gewinnt. Wir lassen den Wald hinter uns und erreichen nach kurzer Zeit ein wunderschönes Hochplateau auf dem nur noch vereinzelte Tannen stehen und so ergeben sich schöne Ausblicke auf die umliegende Landschaft. Der Boden besteht teilweise aus ausgewaschenem Kalkgestein, was sehr bizarre Formen entstehen lässt. An einigen Stellen tun sich metertiefe Krater auf. Wir müssen aufpassen wo wir hintreten, um nicht abzurutschen.

Um zum Beginn des Sangle zu kommen müssen wir das gesamte Hochplateau überqueren, der Untergrund wird aber bald besser und so lässt es sich angenehm laufen. Die Sonne steht nun schon recht hoch am Himmel und die Temperaturen steigen. Auf der anderen Seite des Plateaus angekommen, finden wir einen schmalen Weg, der uns weiter bergauf führt. Wir erreichen erneut ein großzügiges Plateau mit einer fantastischen Aussicht. Dank guter Fernsicht ist auch der Mont Blanc zu erkennen, der seinem Namen alle Ehre macht und sich als weißer Riese von den umliegenden Bergen abhebt. Überall auf dem Plateau sind bizarre, durch Erosion entstandene Kalksteinformationen zu bestaunen.

Bevor es zum eigentlichen Beginn des Sangle de Fouda Blanc geht, machen wir noch einen kleinen Abstecher zum “Sommet du Pinet”, ein nahegelegener Aussichtsgipfel (1867 m). Am Gipfel angekommen ist es Zeit für eine Pause und eine kleine Zwischenmahlzeit.

Nach der Pause geht es zum eigentliche Höhepunkt des Tages. Wir folgen dem GPS-Track zunächst ein Stück zurück und verlassen bald darauf Weg. Trotz des GPS ist der Beginn des Sangle zunächst kaum zu finden, immer wieder müssen wir umkehren da es nicht weiter geht, bis wir schliesslich einen großen Spalt zwischen zwei Felsen finden. Hier müssen wir durch und anschliessend etwa 2 m am Felsen hinunter klettern um den Weg zu erreichen. Wir ziehen die Rucksäcke aus, um durch den Spalt zu passen und ich klettere vor. Anja reicht mir von oben die Rucksäcke und kommt nach. Der Anfang ist gefunden. Was zunächst noch recht harmlos beginnt, wird schon nach wenigen Metern wahrlich schwindelerregend. Höhenangst ist hier absolut fehlt am Platz. Der Weg verläuft am linken Rand des abschüssigen, schmalen Grasbands und danach der Abgrund. Mehrere Hundert Meter geht es senkrecht bergab. Die Aussicht ist fantastisch, aber es fällt zunächst schwer sie zu geniessen.

Hinter jeder Kurve ergeben sich neue, spektakuläre Blicke auf den weiteren Verlauf den Weges.

Als wir uns schliesslich dem Ende des Sangle nähern wird das Grasband langsam breiter. Der Abgrund rückt weiter weg, die Schritte werden sicherer. Wir erreichen wieder den Weg über den wir am Morgen aufgestiegen waren und machen uns auf den Weg ins Tal, um ein Plätzchen für die Nacht zu suchen.

Fazit: Sangle Wandern ist ein spektakuläres Erlebnis mit atemberaubenden Ausblicken, Schwindelfreiheit vorausgesetzt.

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Chartreuse

Eigentlich hatten wir  ja im September unsere Fahrradtour nach Polen geplant, da wir diese aber leider nicht antreten konnten, waren wir auf der Suche nach einer Alternative. Nach einigem hin und her brachte mich die 4-Seasons Herbstausgabe schliesslich auf die Idee in die französischen Alpen zu fahren, genauer  gesagt in eine Gebirgskette nahe Grenoble namens Chartreuse. Dieser Teil der französischen Alpen ist bekannt für seine senkrecht aufragenden Kalkfelsen, die in einer Höhe von etwa 2000 m von Grasbändern, den sogenannten “Sangles” durchzogen sind. Diese Grasbänder sind zum Teil von schmalen Wegen durchzogen, die schwindelerregende Ausblicke auf die Landschaft ermöglichen.

“Wandern am Abgrund” das Motto des Sangles Wanderns.

Die bekanntesten Sangles sind der “Sangle de Fouda Blanc”, der “Grand Sangle des Belles Ombres” und der “Sangle de Bellefont”. Jedoch war uns zunächst nicht ganz klar wo genau diese Sangles zu finden sind. Auf deutschen Internetseiten war kaum eine Information zu finden, schliesslich bin ich auf einer französischen Seite auf einige Informationen gestossen, sogar GPS-Tracks waren vorhanden. So kann nichts schief gehen. Wir entscheiden uns für den “Sangle de Fouda Blanc”, ein relativ langer und spektakulärer Sangle in der Nähe des Dorfs St. Pierre d’Entremont.

Wir fahren am frühen Morgen los, um rechtzeitig vor Ort anzukommen und die Tour noch am gleichen Tag starten zu können. An Nachmittag erreichen wir das Chartreuse und es erwartet uns bestes Wetter und die wunderbare Alpenlandschaft mit den markanten Kalkbergen. Ein Platz für das Auto ist schnell gefunden, wir schultern unsere Rucksäcke und brechen auf. Der Weg führt uns durch Wald, mal steiler, mal flacher, bis wir schliesslich nach gut 2 Stunden an einer schönen Wiese vorbei kommen.  Eine Stunde vor Sonnenuntergang macht es für heute keinen Sinn mehr weiter zu laufen, also beschliessen wir die Nacht hier zu verbringen und beenden den Tag mit einem gutem Abendessen.

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Aquitanien

Im September ging es für Peter und mich an die Westküste Frankreichs, genauer gesagt nach Aquitanien. Unser Basislager war der Ort Soulac-sur-Mer, von dem aus wir innerhalb unserer 10 Tage Aufenthalt einen grossen Teil der Region erkundet haben.

Sehenswert ist auf alle Fälle die gesamte Küste der Cote d’Argent, die wunderschönen Wälder entlang der gesamten Küste, die Dune du Pilat, die verlassenen Bunkeranlagen bei “Le Gurb”, die Lagune de Contaut, Lac de Lacanau und Lac d’Hourtin, das malerische Dorf Le Canon mit den farbenfrohen Häusern der Austernzüchter, und und und….

…aber seht selbst.



 

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